München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Last post 01-16-2010 12:53 AM by Birgit K. 115 replies.
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Annette Kouba


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Some of the pics Charlotte took 
David before playing Beethoven
David greeting the musicians 
Tuning his violin
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Annette Kouba


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
 Receiving the flowers 
announcing his Bach Encore 
Playing Bach Sarabande 
Re-entering the stage after the 1st encore 
Applause 
Thanking the musicians Enjoy Annette
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Sonnenschein


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Annette was für ein toller Bericht.....sehr emotional geschrieben...vielen dank auch für die Bilder!
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Angela Schreiber


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Mein Bericht/My Review: "Im ganzen Reich der Kunst wird man keine
Einfachheit finden, welche derjenigen Beethovens gleichkommt. Es ist
Einfachheit, die umso reiner strahlt, je verworrener die menschlichen Gefühle
sind, die sie umfasst. Denn Beethoven wusste wie der größte aller Propheten und
Lehrer das Wesentliche und grundlegend Wahre aus der Luft zu pflücken und
daraus einen höchst komplexen Aufbau zu konstruieren, der alle menschliche
Erfahrung in sich einschließt." (Leonard Bernstein)
Dienstag, 22. Dezember 2009
20:00 Uhr Philharmonie in München
»Festliche Weihnachtsgala«
Ludwig van Beethoven: Konzert D-Dur für Violine und Orchester op. 61 (Solist
David Garrett)
Keiner der großen Geiger unserer Zeit konnte an diesem Werk vorbeigehen; es ist
das Standardwerk, mit dem sich jeder Geiger auseinandersetzen muß. So hatte
sich David zusammen mit den Wiener Symphonikern unter dem Dirigenten Philippe
Jordan dieses Pflichtstück aus dem Hause Beethoven vorgenommen.
Eines vorweg; er kann es!
Schon die vier zügig angestimmten Paukenschläge des Beginns und der gleich
darauf einsetzend fünfstimmige Hornbläsersatz elektrisierten, die sich
allmählich entfaltende Exposition nahm von Takt zu Takt mehr gefangen,
fasziniert durch eine ungemein durchsichtige, klanglich schlanke und doch auch
zupackende Wiedergabe mit enormer dynamischer Spannweite.
Erstaunlich, wie Beethovens Instrumentation durchhörbar wird, wie die enorme
Farbigkeit der Partitur unter der Stabführung des Dirigenten aufgedeckt wird
und sich das schon so oft gehörte Werk wiederum zu einem neuen Hörerlebnis
auswächst.
Rhythmisch überaus exakt und mit sehr direktem Anschlag stieg David zwar in den
Kopfsatz ein; etwas unbändiger, aufgewühlter hätte ich mir das Spiel des
herausragend begabten Geigers schon gewünscht. Etwas zu viel des Respekts
gegenüber dem Klassiker machte sich breit. Aber er vermied den Hang zu dezenten
tempi, so bei Anne Sophie Mutter, die die heitere Gelöstheit der Komposition in
ein bisweilen kaum mehr erträgliches Pathos hüllte.
David hatte gestern nicht die Stradivari im Gespäck, sondern spielte auf der
1728 Guarneri del Gesù. Eine Stradivari muss man streicheln, eine Guarnerie
muss man fordern. Er hat versucht, den Soloviolinpart dynamisch mit allen
Mitteln seiner Kunst zu formen und die Ausdrucksmöglichkeiten des Instrumentes
in allen Richtungen auszuschöpfen, ganz geglückt ist es ihm aber nicht. Zu
Anfang ging der Ton der Geige ziemlich unter, zurückzuführen auf den zum Teil
allzu beherzten Zuschlag des Paukisten.
Im zweiten Satz versucht David aber, etwas wettzumachen, er phrasiert nun
eigenwillig, endlich gelingt es ihm, die lyrisch beglückende Stimmung des
ersten Satzes im zweiten Satz zu steigern, nun anmutig umspielt von der
Solovioline.
Im Rondo, dem glanzvollen Schlußstück des Konzerts, schuf David dann aber
Momente wie von einem anderen Stern, heiter, fast ausgelassen fröhlich in der
Stimmung, farbig und brillant das Soloinstrument. Berauschend seine
intellektuelle Präsenz und sein manueller Zugriff. Ein Feuerwerk der Lebenskunst,
-lust, und -energie ballte sich da zusammen. Seine lupenreine Technik
registrierte man vor allem in den Kadenzen.
Der Dirigent stieg dann von seinem Olymp und, ob Ihr es glaubt oder nicht, er
umarmte David und David ihn. Schulterklopfen war angesagt unter dem Motto
"Youth Movement"
Am Ende sprangen die Zuhörer zwar nicht von ihren Sitzen vor Begeisterung (wie
im Juli im Gasteig erlebt), lang anhaltender Beifall, Bravorufe zwangen ihn
dennoch mehrmals auf die Bühne und der Solist des Violinkonzertes musste sich
im Zugaben geben üben.
1. Zugabe: Bach - Sarabande, filigran, technisch sehr gut.
2. Zugabe: Paganini - der richtige Mann, um für einen Geiger wie David Zugaben
zu komponieren. Dann kann man dann zeigen, was so alles möglich ist auf einem
Instrument, das sich zuvor noch gezähmt und domestiziert in den Kosmos
Beethoven einfügen mußte. Also wieder opus 10 "Mein Hut..."
PAUSE überbrückt mit einem "Tässchen" Sekt und erstem
Gedankenaustausch.
Johannes Brahms' Symphonie Nr. 4 e-moll für Orchester op. 98 wurde nach der
Pause zu einem sehr intensiven Musikerlebnis.
Die Sinfonien von Brahms (leider sind es nur vier!) zählen zum Schönsten, was
die Musikgeschichte hervorgebracht hat. Brahms' vierte Sinfonie ist eine
Urlaubskomposition. Er schrieb sie während zweier Sommer 1884/85 im steirischen
Mürzzuschlag.
Wie Schumann hatte auch Brahms angesichts des Giganten Beethoven mit
"Symphonieskrupeln" zu kämpfen, die ihn mehr als zwanzig Jahre daran
hinderten, eine eigene Symphonie zu vollenden
An den befreundeten Dirigenten Hermann Levi schrieb er in einem Brief: «Ich
werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es
unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren
hört.» Mit dem Riesen war Beethoven gemeint, dessen kompositorische und vor
allem symphonische Hinterlassenschaft Brahms als übermächtig empfand. Brahms
gilt ja als Überlieferer klassischen Geistes, der unmittelbare Nachfolger
Beethovens.
Die Besonderheiten in der Brahms' vierten Sinfonie: Die Themen und Motive sind
äußerst kunstvoll ineinander verschlungen, das eine wächst aus dem anderen. Der
Grundcharakter dieser Sinfonie ist tiefer Ernst. Ein letztes Besinnen auf Leben
und Schicksal, das bei aller Kraft und zuweilen auflodernder Begeisterung doch
den Unterton herber männlicher Resignation wahrt.
Der erste Satz trägt fast lyrischen Charakter: er mutet wie eine
nordische Ballade an, in der von Helden und Heldengeschlechtern berichtet wird,
von kämpferischem Trotz und aufflammender Begeisterung, aber auch von
schmerzlicher Wehmut und bitteren Erfahrungen. Der großartige Höhepunkt dieses
Satzes ist die Wiederkehr des Hauptthemas nach der verhältnismäßig kurzen
Durchführung. Wenn man den ersten Satz mit einer nordischen Ballade zu
vergleichen versucht ist, so könnte man dem zweiten Satz, Andante
moderato, die Bezeichnung Romanze verleihen. Sowohl das altertümliche
harmonisierte Motiv, das den Satz einleitet, wie auch das verträumte
Seitenthema, zuerst vom Cello gebracht, rufen Bilder aus längst vergangenen
Zeiten hervor. Auch der dritte Satz ist trotz seiner Bezeichnung Allegro
giocoso nicht heiter, sondern erregt, fast wild, eigenwillig und trotzig.
Diesen Satz hat Brahms übrigens nachkomponiert. Die gewaltige Krönung des
Werkes ist der vierte Satz, ein äußerst kunstvoller Variationensatz. Er
folgt barockisierend dem Schema einer Chaconne, beziehungsweise Passacaglia.
Das vorzügliche Orchester bot unter Leitung seines Dirigenten einen runden,
geschmeidigen, farbenreichen Klang, federnde Rhythmen und große dynamische
Steigerungen. Philippe Jordan ist ein Dirigent von den Haar- bis in die
Fingerspitzen. Ein Teamworker mit Visionen und kein egomanischer Pultdidaktor.
Er versprach dem Publikum natürlich auch eine Zugabe: ..."allerdings
bleiben wir bei Brahms - Ungarischer Tanz Nr. 1". Perfekt!
Und somit entfiel die eigentlich geplante Zugabe: Die Ouverture aus der Oper
Fidelio.
Fazit: Ein insgesamt glanzvoller Abend mit einem sich in vornehmer
Zurückhaltung übenden David.
Ein wenig Publikumschelte zum Schluss: Insgesamt war es ziemlich unruhig, diese
ewigen Huster können einem ganz schön den Abend vermiesen. Leider blieben auch
- wie schon im Juni in Berlin in der Deutschen Oper - nach der Pause viele
Plätze leer. Eine Respektlosigkeit sondergleichen gegenüber dem Orchester.
Mitten im Spiel verließen einige das Konzert unter dem Motto: Meine S-Bahn
fährt gleich. Und tschüss. Schade, schade.
Best,
Angela
"I think a life in music is a life beautifully spent..."
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Angela Schreiber


- Joined on 06-03-2009
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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
One first short review by Münchner Abendzeitung: 23. Dez 2009, 12:30 Uhr
David Garrett und die Wiener Symphoniker in der Philharmonie
Ein Abend, an dem sich einiges bewundern ließ: David Garrett und die Wiener Symphoniker in der Philharmonie.
Eine
kurze Verständigungsprobe hätte genügt, um den Mann an der Pauke in
seine Schranken zu weisen. Weil dazu aber offenbar keine Zeit war,
hämmerte der wackere Symphoniker aus Wien munter drauflos, als ob sich
alles um ihn drehen würde.
Dabei waren die meisten Besucher
vor allem deshalb gekommen, um dem Geigenzauberer David Garrett zu
lauschen. Mit Crossover-Programmen vermarktet er sich derzeit überaus
erfolgreich. Aber er macht auch keinen Hehl daraus, wie sehr ihm
Klassik pur am Herzen liegt. In der Philharmonie spielte er als Zugabe
eine Sarabande von Bach. Und da ließ sich, wie auch in den Kadenzen des
Violinkonzerts von Beethoven, einiges bewundern.
Etwa die
zupackende Souveränität, mit der die spieltechnischen Probleme gelöst
werden. Ist allerdings Ausdruck gefragt, dann versteckt sich der
28-jährige, ehemals von Ida Haendel geförderte, Aachener Musikant
ängstlich hinter einer Wand unverbindlicher Töne. Man kann das
Beethoven-Konzert als romantisch aufgemotztes Virtuosenstück verfremden
oder als klassischen Dialog in der Art einer „Sinfonia concertante“
musizieren - für irgendeinen Weg sollte sich der Solist dann aber doch
entscheiden. David Garretts allzu vorsichtige Unentschlossenheit ließ
viele Fragen offen.
Die gemächliche Gangart bei Beethoven
setzte sich in der vierten Symphonie von Brahms fort. Dirigent Philipp
Jordan versuchte die trefflichen Wiener Symphoniker davon zu
überzeugen, dass das Herausarbeiten architektonischer Strukturen
wichtiger sei als melodieverliebtes Schwelgen. Das Stück gab sich
kratzbürstig und spröde – eine reizvolle Alternative, zu der man
allerdings auch anderer Meinung sein durfte.
Volker Boser
http://www.abendzeitung.de/kultur/blitzkritik/154728
"I think a life in music is a life beautifully spent..."
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NickyNeske


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Thanks Ladies, for all your sharing your experiances and pictures. Very good ones!
My god, yesterday after "La Boheme" finished I drove to the Gasteig but everything was empty and the disappointment that moment just hit me. Actually, half past 7 pm I passed the Gasteig to get to the Staatsoper in the Maximilianstraße, and I knew, that he was just around the corner... I tell you what a chaos... Wanting desperately see David but also having this exciting opera just infront. Still today I don't what would have been better. La Boheme was very moving, in the end I couldn't stop some tears running down my cheek. A real happening and my first time in a opera!
Anyway... Thank god David will come again to Munich and then, I will have ticket for sure....
Thanks again for your impressions! 
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Heather Schmitt


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
AHHH I feel like I was almost there....thanks for the pics and posts - cant wait to read and see more. Glad everyone had such a nice time. What a treat for the holidays!
Heather
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Birgit K


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Thank you, thank you Annette and Angela!!
Your reviews are so emotional and I have no idea what to write now, because it is exactly I have experienced this concert.
I was glad, David seemed to be so happy!
The orchestra was fantastic, the Brahms Symphonie No.4 was played outstanding...and they have given an encore too!
They played the Hungarian Dance No 1 (not No 5 David plays)
Birgit
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BeBe B.


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Danke für eure ausgezeichneten Bilder und hervorragenden Berichte.
Ich konnte es kaum abwarten sie zu lesen. Ich bin begeistert.
Liebe Grüße und noch einmal 1000 Dank
BeBe B.
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Annette Kouba


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Liebe Angela,
was für ein phantastischer Bericht! Ich werde ihn ein paar mal durchlesen, um mir die Details merken zu können. Hochinteressant Deine Hintergrundinformationen.
Ich kann sogar Deinen kritisierenden Punkten zustimmen. Als Audio CD wären Deine Kritikpunkte um so deutlicher geworden,;, als live Erlebnis kompensiert man ja so Einiges durch die Atmosphäre, die Emotionen. Was an Davids Spiel noch nicht kraftvoll und kämpferisch genug war betrübt mich keineswegs. Ich freu mich einfach auf eine Entwicklung, die auch ein David Garrett durchaus noch vor sich hat.
Was die Huster angeht: in Stuttgart haben sie Bonbons verteilt mit einem Handzettel, da stand doch tatsächlich sinngemäß drauf: Ein Husterer wird deutlich leiser, wenn Sie in ein Taschentuch husten. Genau... David sollte ein Huster-Tuch designen, produzieren lassen und kostenlos vor den Konzerten verteilen. Das kann in der Produktion nicht mehr als 20 ct kosten, das ist bei den Preisen doch wohl drin....smile, ich weiß, ich weiß, mal wieder so ne Schnaps-Idee von mir, aber wünschen würde ich es mir.
Angela, was Du über Brahms schreibst, stimmt absolut. Der Klang des Orchesters war herausragend!!!!
Meine nur wenig Klassik erfahrene Tochter Charlotte war übrigens auch happy über den Abend.
Ihr Kommentar zu David: "das ist schon ein hoty....." smile....
Sie hat Recht!
Immer wieder liebe Grüße von mir an euch alle
Annette
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Birgit K


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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Hallo,
was mir auch noch auffiel. Dieses Orchester hat mit der "Deutschen Orchesteraufstellung" gespielt. Also nicht wie bei der Amerikanischen die 1. und 2. Violinen nebeneinander, sondern die 1. Violinen links (vom Zuschauerraum gesehen) und die 2. Violinen rechts. Habe hier einen recht interessanten Artikel zum Klang der verschiedenen Aufstellungen gefunden.
http://old.hfm-detmold.de/eti/projekte/seminare/aufstellungen/aufstellungen.htm
Vergleich verschiedener Orchesteraufstellungen
Die Orchesteraufstellung hat durch die verschiedene räumliche Verteilung der einzelnen Stimmen erheblichen Einfluß auf Hörbarkeit und Klang der jeweiligen Stimme. Je nach Literatur können so Stimmverschmelzung oder "Zwiegespräche" gefördert werden. Besonders in der historischen Aufführungspraxis wird meist wieder in der (damals üblichen) deutschen Aufstellung gespielt.
Die drei folgenden Musikbeispiele sind einem Seminar für Dirigenten entnommen, das die Musikhochschule Detmold unter Beteiligung des Erich-Thienhaus-Instituts am 7. und 8. Dezember 2002 veranstaltete. Ein Teil des Seminars sollte die klanglichen Auswirkungen verschiedener Orchesteraufstellungen veranschaulichen. Prof. Jürgen Meyer, der sich bei seinen Forschungen an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig ausführlich mit diesem Thema beschäftigt hat, demonstrierte die Unterschiede anhand ausgewählter Musikbeispiele mit einem Orchester aus Studierenden.
- Beispiel 1 entstammt der Prager Sinfonie von Mozart und vergleicht den Klang der deutschen und der amerikanischen Orchesteraufstellung. Bei der heutzutage weltweit üblichen amerikanischen Aufstellung sind erste und zweite Violinen nebeneinander angeordnet, bei der in Vergessenheit geratenen deutschen Aufstellung befinden sich die Violinen auf entgegengesetzten Seiten der Bühne (siehe Bild). Der klangliche Unterschied besteht vor allem in der Verschmelzung der beiden Geigengruppen im unisono, die je nach Aufstellung unterschiedlich gelingt.
- Auch das zweite Beispiel ist der Prager Sinfonie entnommen. Sie hören nur die Violinen in der deutschen und der amerikanischen Orchesteraufstellung. Hier ist auf die Klangverschmelzung der beiden Geigengruppen bei Parallelführung in Terzen, Sexten oder Oktaven zu achten.
- Beispiel 3 (aus der 7. Sinfonie von Beethoven) vergleicht die amerikanische Orchesteraufstellung mit der sogenannten Furtwängler-Aufstellung. Wie der Grafik zu entnehmen ist, sind hier gegenüber der amerikanischen Aufstellung die Bratschen mit den Celli vertauscht, was Auswirkungen auf die Balance und den Klang beider Instrumentengruppen hat.
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ismenia


- Joined on 08-07-2009
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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Thank you all for the pictures and the reviews.
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Angela Schreiber


- Joined on 06-03-2009
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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Birgit K:Thank you, thank you Annette and Angela!!
Your reviews are so emotional and I have no idea what to write now, because it is exactly I have experienced this concert.
I was glad, David seemed to be so happy!
The orchestra was fantastic, the Brahms Symphonie No.4 was played outstanding...and they have given an encore too!
They played the Hungarian Dance No 1 (not No 5 David plays)
Birgit Thanks to all of you, Birgit and Tabbi for sharing the pics and to Annette for your warm review as well as the pics. And yes, Birgit, Mr Jordan is more than respectable. He comes from Switzerland, the son of the late conductor Armin Jordan. He has appeared on many of the most important podiums in the world. And, one season from now, he will assume the directorship of the Paris Opera. He will have many big-time posts before he's through probably als many as he wants. Yesterday evening, Mr Jordan had a superb outing with the Wiener Symphoniker; indeed, it was a memorable one. The young man's conducting was balanced, judicious, and totally musical. The music ws given both a proper rhythmic character and a proper tonal charakter. Brahms' last movement in the Symphonie No. 4 is a "furiant", and this was duly peppy, but not too fast. The tempo allowed for enjoyment (and for dancing, come to that). Ad I might mention the final note: Mr Jordan did not hold it a millisecond too long. Mr Jordan led one of the most distinguished and satisfying orchestral performances, I suppose. As he conducts, he uses many gestures as necessary, but none is wasted. Somehow, he is economical yet full laissez-faire when he can be, mor imposing when needed.
The 'encore' the Hungarian Dance No 1was fun, as a dance should be, but refined. We also heard some very, very good flute playing, pure, bright, and singing. Back to David's performance: He shares with Mr Jordan a fine sens of phrasing and rhythm. His Beethoven was disciplined, and you might even say "historical correct." He was on the severe side, and might have shown a speck more heart. But he was never airless or unmusical. The cadenza, for example, was impressive in its speed, in its accuracy, in its sheer, bracing virtuosity. Sometimes, Beethoven's music seemed on litte cat feet, as it must. Occasionally, the orchestra's sound was a little hard, but not offensively so. I will serve up some clichés: Mr Jordan's Brahms was "atmospheric", "panoramic", "evocative". The may be clichés, but they'r apt. The conductur simply expressed what the composer wished, and what the score cries out for. He was fully Romantic without being the least overblown. He led the orchestra without being a dictator over it. So, the audience heard music-making of a very high order, and they saw a conductor whose career is a boon. Sometimes, ladies and gents, the news is good. Angela
"I think a life in music is a life beautifully spent..."
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RCS


- Joined on 07-24-2009
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Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München
Thanks for all the reviews and pictures, everyone. I'm glad everyone had such a great time! Can't wait to to see him next year!
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