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München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

Last post 01-16-2010 12:53 AM by Birgit K. 115 replies.
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  • 12-23-2009 9:49 AM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

     Some of the pics Charlotte took

    David before playing Beethoven

     

    David greeting the musicians

     

    Tuning his violin

  • 12-23-2009 10:48 AM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

     

    Receiving the flowers

     

    announcing his Bach Encore

     

    Playing Bach Sarabande

     

    Re-entering the stage after the 1st encore

     

    Applause

     

    Thanking the musicians

     

    Enjoy

    Annette

  • 12-23-2009 12:44 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Thanks a lot for these beautiful  photos. 

    You can't imagine how much happy I am looking at them, where I am at this time ... It is like I was with you... 

    WONDERFUL!!!

    MusicMusicMusic Eva MusicMusicMusic

  • 12-23-2009 12:59 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Annette was für ein toller Bericht.....sehr emotional geschrieben...vielen dank auch für die Bilder!

  • 12-23-2009 1:07 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Mein Bericht/My Review:

     

    "Im ganzen Reich der Kunst wird man keine Einfachheit finden, welche derjenigen Beethovens gleichkommt. Es ist Einfachheit, die umso reiner strahlt, je verworrener die menschlichen Gefühle sind, die sie umfasst. Denn Beethoven wusste wie der größte aller Propheten und Lehrer das Wesentliche und grundlegend Wahre aus der Luft zu pflücken und daraus einen höchst komplexen Aufbau zu konstruieren, der alle menschliche Erfahrung in sich einschließt." (Leonard Bernstein)

    Dienstag, 22. Dezember 2009
    20:00 Uhr Philharmonie in München


    »Festliche Weihnachtsgala«

    Ludwig van Beethoven: Konzert D-Dur für Violine und Orchester op. 61 (Solist David Garrett)

    Keiner der großen Geiger unserer Zeit konnte an diesem Werk vorbeigehen; es ist das Standardwerk, mit dem sich jeder Geiger auseinandersetzen muß. So hatte sich David zusammen mit den Wiener Symphonikern unter dem Dirigenten Philippe Jordan dieses Pflichtstück aus dem Hause Beethoven vorgenommen.

    Eines vorweg; er kann es!

    Schon die vier zügig angestimmten Paukenschläge des Beginns und der gleich darauf einsetzend fünfstimmige Hornbläsersatz elektrisierten, die sich allmählich entfaltende Exposition nahm von Takt zu Takt mehr gefangen, fasziniert durch eine ungemein durchsichtige, klanglich schlanke und doch auch zupackende Wiedergabe mit enormer dynamischer Spannweite.

    Erstaunlich, wie Beethovens Instrumentation durchhörbar wird, wie die enorme Farbigkeit der Partitur unter der Stabführung des Dirigenten aufgedeckt wird und sich das schon so oft gehörte Werk wiederum zu einem neuen Hörerlebnis auswächst.

    Rhythmisch überaus exakt und mit sehr direktem Anschlag stieg David zwar in den Kopfsatz ein; etwas unbändiger, aufgewühlter hätte ich mir das Spiel des herausragend begabten Geigers schon gewünscht. Etwas zu viel des Respekts gegenüber dem Klassiker machte sich breit. Aber er vermied den Hang zu dezenten tempi, so bei Anne Sophie Mutter, die die heitere Gelöstheit der Komposition in ein bisweilen kaum mehr erträgliches Pathos hüllte.

    David hatte gestern nicht die Stradivari im Gespäck, sondern spielte auf der 1728 Guarneri del Gesù. Eine Stradivari muss man streicheln, eine Guarnerie muss man fordern. Er hat versucht, den Soloviolinpart dynamisch mit allen Mitteln seiner Kunst zu formen und die Ausdrucksmöglichkeiten des Instrumentes in allen Richtungen auszuschöpfen, ganz geglückt ist es ihm aber nicht. Zu Anfang ging der Ton der Geige ziemlich unter, zurückzuführen auf den zum Teil allzu beherzten Zuschlag des Paukisten.

    Im zweiten Satz versucht David aber, etwas wettzumachen, er phrasiert nun eigenwillig, endlich gelingt es ihm, die lyrisch beglückende Stimmung des ersten Satzes im zweiten Satz zu steigern, nun anmutig umspielt von der Solovioline.

    Im Rondo, dem glanzvollen Schlußstück des Konzerts, schuf David dann aber Momente wie von einem anderen Stern, heiter, fast ausgelassen fröhlich in der Stimmung, farbig und brillant das Soloinstrument. Berauschend seine intellektuelle Präsenz und sein manueller Zugriff. Ein Feuerwerk der Lebenskunst, -lust, und -energie ballte sich da zusammen. Seine lupenreine Technik registrierte man vor allem in den Kadenzen.

    Der Dirigent stieg dann von seinem Olymp und, ob Ihr es glaubt oder nicht, er umarmte David und David ihn. Schulterklopfen war angesagt unter dem Motto "Youth Movement"

    Am Ende sprangen die Zuhörer zwar nicht von ihren Sitzen vor Begeisterung (wie im Juli im Gasteig erlebt), lang anhaltender Beifall, Bravorufe zwangen ihn dennoch mehrmals auf die Bühne und der Solist des Violinkonzertes musste sich im Zugaben geben üben.

    1. Zugabe: Bach - Sarabande, filigran, technisch sehr gut.
    2. Zugabe: Paganini - der richtige Mann, um für einen Geiger wie David Zugaben zu komponieren. Dann kann man dann zeigen, was so alles möglich ist auf einem Instrument, das sich zuvor noch gezähmt und domestiziert in den Kosmos Beethoven einfügen mußte. Also wieder opus 10 "Mein Hut..."

    PAUSE überbrückt mit einem "Tässchen" Sekt und erstem Gedankenaustausch.

    Johannes Brahms' Symphonie Nr. 4 e-moll für Orchester op. 98 wurde nach der Pause zu einem sehr intensiven Musikerlebnis.

    Die Sinfonien von Brahms (leider sind es nur vier!) zählen zum Schönsten, was die Musikgeschichte hervorgebracht hat. Brahms' vierte Sinfonie ist eine Urlaubskomposition. Er schrieb sie während zweier Sommer 1884/85 im steirischen Mürzzuschlag.
    Wie Schumann hatte auch Brahms angesichts des Giganten Beethoven mit "Symphonieskrupeln" zu kämpfen, die ihn mehr als zwanzig Jahre daran hinderten, eine eigene Symphonie zu vollenden

    An den befreundeten Dirigenten Hermann Levi schrieb er in einem Brief: «Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört.» Mit dem Riesen war Beethoven gemeint, dessen kompositorische und vor allem symphonische Hinterlassenschaft Brahms als übermächtig empfand. Brahms gilt ja als Überlieferer klassischen Geistes, der unmittelbare Nachfolger Beethovens.

    Die Besonderheiten in der Brahms' vierten Sinfonie: Die Themen und Motive sind äußerst kunstvoll ineinander verschlungen, das eine wächst aus dem anderen. Der Grundcharakter dieser Sinfonie ist tiefer Ernst. Ein letztes Besinnen auf Leben und Schicksal, das bei aller Kraft und zuweilen auflodernder Begeisterung doch den Unterton herber männlicher Resignation wahrt.

    Der erste Satz trägt fast lyrischen Charakter: er mutet wie eine nordische Ballade an, in der von Helden und Heldengeschlechtern berichtet wird, von kämpferischem Trotz und aufflammender Begeisterung, aber auch von schmerzlicher Wehmut und bitteren Erfahrungen. Der großartige Höhepunkt dieses Satzes ist die Wiederkehr des Hauptthemas nach der verhältnismäßig kurzen Durchführung. Wenn man den ersten Satz mit einer nordischen Ballade zu vergleichen versucht ist, so könnte man dem zweiten Satz, Andante moderato, die Bezeichnung Romanze verleihen. Sowohl das altertümliche harmonisierte Motiv, das den Satz einleitet, wie auch das verträumte Seitenthema, zuerst vom Cello gebracht, rufen Bilder aus längst vergangenen Zeiten hervor. Auch der dritte Satz ist trotz seiner Bezeichnung Allegro giocoso nicht heiter, sondern erregt, fast wild, eigenwillig und trotzig. Diesen Satz hat Brahms übrigens nachkomponiert. Die gewaltige Krönung des Werkes ist der vierte Satz, ein äußerst kunstvoller Variationensatz. Er folgt barockisierend dem Schema einer Chaconne, beziehungsweise Passacaglia.

    Das vorzügliche Orchester bot unter Leitung seines Dirigenten einen runden, geschmeidigen, farbenreichen Klang, federnde Rhythmen und große dynamische Steigerungen. Philippe Jordan ist ein Dirigent von den Haar- bis in die Fingerspitzen. Ein Teamworker mit Visionen und kein egomanischer Pultdidaktor.

    Er versprach dem Publikum natürlich auch eine Zugabe: ..."allerdings bleiben wir bei Brahms - Ungarischer Tanz Nr. 1". Perfekt!

    Und somit entfiel die eigentlich geplante Zugabe: Die Ouverture aus der Oper Fidelio.

    Fazit: Ein insgesamt glanzvoller Abend mit einem sich in vornehmer Zurückhaltung übenden David.

    Ein wenig Publikumschelte zum Schluss: Insgesamt war es ziemlich unruhig, diese ewigen Huster können einem ganz schön den Abend vermiesen. Leider blieben auch - wie schon im Juni in Berlin in der Deutschen Oper - nach der Pause viele Plätze leer. Eine Respektlosigkeit sondergleichen gegenüber dem Orchester. Mitten im Spiel verließen einige das Konzert unter dem Motto: Meine S-Bahn fährt gleich. Und tschüss. Schade, schade.

    Best,

    Angela

    "I think a life in music is a life beautifully spent..."
  • 12-23-2009 1:26 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    One first short review by Münchner Abendzeitung:

    23. Dez 2009, 12:30 Uhr

    David Garrett und die Wiener Symphoniker in der Philharmonie

    Ein Abend, an dem sich einiges bewundern ließ: David Garrett und die Wiener Symphoniker in der Philharmonie.

    Eine kurze Verständigungsprobe hätte genügt, um den Mann an der Pauke in seine Schranken zu weisen. Weil dazu aber offenbar keine Zeit war, hämmerte der wackere Symphoniker aus Wien munter drauflos, als ob sich alles um ihn drehen würde.

    Dabei waren die meisten Besucher vor allem deshalb gekommen, um dem Geigenzauberer David Garrett zu lauschen. Mit Crossover-Programmen vermarktet er sich derzeit überaus erfolgreich. Aber er macht auch keinen Hehl daraus, wie sehr ihm Klassik pur am Herzen liegt. In der Philharmonie spielte er als Zugabe eine Sarabande von Bach. Und da ließ sich, wie auch in den Kadenzen des Violinkonzerts von Beethoven, einiges bewundern.

    Etwa die zupackende Souveränität, mit der die spieltechnischen Probleme gelöst werden. Ist allerdings Ausdruck gefragt, dann versteckt sich der 28-jährige, ehemals von Ida Haendel geförderte, Aachener Musikant ängstlich hinter einer Wand unverbindlicher Töne. Man kann das Beethoven-Konzert als romantisch aufgemotztes Virtuosenstück verfremden oder als klassischen Dialog in der Art einer „Sinfonia concertante“ musizieren - für irgendeinen Weg sollte sich der Solist dann aber doch entscheiden. David Garretts allzu vorsichtige Unentschlossenheit ließ viele Fragen offen.

    Die gemächliche Gangart bei Beethoven setzte sich in der vierten Symphonie von Brahms fort. Dirigent Philipp Jordan versuchte die trefflichen Wiener Symphoniker davon zu überzeugen, dass das Herausarbeiten architektonischer Strukturen wichtiger sei als melodieverliebtes Schwelgen. Das Stück gab sich kratzbürstig und spröde – eine reizvolle Alternative, zu der man allerdings auch anderer Meinung sein durfte.

    Volker Boser  

    http://www.abendzeitung.de/kultur/blitzkritik/154728

    "I think a life in music is a life beautifully spent..."
  • 12-23-2009 1:48 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Thanks Ladies, for all your sharing your experiances and pictures. Very good ones!

    My god, yesterday after "La Boheme" finished I drove to the Gasteig but everything was empty and the disappointment that moment just hit me. Actually, half past 7 pm I passed the Gasteig to get to the Staatsoper in the Maximilianstraße, and I knew, that he was just around the corner... I tell you what a chaos... Wanting desperately see David but also having this exciting opera just infront. Still today I don't what would have been better. La Boheme was very moving, in the end I couldn't stop some tears running down my cheek. A real happening and my first time in a opera!

    Anyway... Thank god David will come again to Munich and then, I will have ticket for sure....

     Thanks again for your impressions! Smile

  • 12-23-2009 1:59 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    AHHH I feel like I was almost there....thanks for the pics and posts - cant wait to read and see more.  Glad everyone had such a nice time.  What a treat for the holidays!

    Heather

  • 12-23-2009 3:08 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Thank you, thank you Annette and Angela!!

    Your reviews are so emotional and I have no idea what to write now, because it is exactly I have experienced this concert.

    I was glad, David seemed to be so happy!

    The orchestra was fantastic, the Brahms Symphonie No.4 was played outstanding...and they have given an encore too!

    They played the Hungarian Dance No 1 (not No 5 David plays)

    Birgit

  • 12-23-2009 3:47 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Danke für eure ausgezeichneten Bilder und hervorragenden Berichte.

    Ich konnte es kaum abwarten sie zu lesen. Ich bin begeistert.

    Liebe Grüße und noch einmal 1000 Dank

    BeBe B.

  • 12-23-2009 4:29 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Liebe Angela, was für ein phantastischer Bericht! Ich werde ihn ein paar mal durchlesen, um mir die Details merken zu können. Hochinteressant Deine Hintergrundinformationen. Ich kann sogar Deinen kritisierenden Punkten zustimmen. Als Audio CD wären Deine Kritikpunkte um so deutlicher geworden,;, als live Erlebnis kompensiert man ja so Einiges durch die Atmosphäre, die Emotionen. Was an Davids Spiel noch nicht kraftvoll und kämpferisch genug war betrübt mich keineswegs. Ich freu mich einfach auf eine Entwicklung, die auch ein David Garrett durchaus noch vor sich hat. Was die Huster angeht: in Stuttgart haben sie Bonbons verteilt mit einem Handzettel, da stand doch tatsächlich sinngemäß drauf: Ein Husterer wird deutlich leiser, wenn Sie in ein Taschentuch husten. Genau... David sollte ein Huster-Tuch designen, produzieren lassen und kostenlos vor den Konzerten verteilen. Das kann in der Produktion nicht mehr als 20 ct kosten, das ist bei den Preisen doch wohl drin....smile, ich weiß, ich weiß, mal wieder so ne Schnaps-Idee von mir, aber wünschen würde ich es mir. Angela, was Du über Brahms schreibst, stimmt absolut. Der Klang des Orchesters war herausragend!!!! Meine nur wenig Klassik erfahrene Tochter Charlotte war übrigens auch happy über den Abend. Ihr Kommentar zu David: "das ist schon ein hoty....." smile.... Sie hat Recht! Immer wieder liebe Grüße von mir an euch alle Annette
  • 12-23-2009 4:32 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Hallo,

    was mir auch noch auffiel. Dieses Orchester hat mit der "Deutschen Orchesteraufstellung" gespielt. Also nicht wie bei der Amerikanischen die 1. und 2. Violinen nebeneinander, sondern die 1. Violinen links (vom Zuschauerraum gesehen) und die 2. Violinen rechts. Habe hier einen recht interessanten Artikel zum Klang der verschiedenen Aufstellungen gefunden.

    http://old.hfm-detmold.de/eti/projekte/seminare/aufstellungen/aufstellungen.htm

    Vergleich verschiedener Orchesteraufstellungen

    deutsche Orchester Aufstellung

    Die Orchesteraufstellung hat durch die verschiedene räumliche Verteilung der einzelnen Stimmen erheblichen Einfluß auf Hörbarkeit und Klang der jeweiligen Stimme. Je nach Literatur können so Stimmverschmelzung oder "Zwiegespräche" gefördert werden. Besonders in der historischen Aufführungspraxis wird meist wieder in der (damals üblichen) deutschen Aufstellung gespielt.

    Die drei folgenden Musikbeispiele sind einem Seminar für Dirigenten entnommen, das die Musikhochschule Detmold unter Beteiligung des Erich-Thienhaus-Instituts am 7. und 8. Dezember 2002 veranstaltete. Ein Teil des Seminars sollte die klanglichen Auswirkungen verschiedener Orchesteraufstellungen veranschaulichen. Prof. Jürgen Meyer, der sich bei seinen Forschungen an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig ausführlich mit diesem Thema beschäftigt hat, demonstrierte die Unterschiede anhand ausgewählter Musikbeispiele mit einem Orchester aus Studierenden.

    • Beispiel 1 entstammt der Prager Sinfonie von Mozart und vergleicht den Klang der deutschen und der amerikanischen Orchesteraufstellung. Bei der heutzutage weltweit üblichen amerikanischen Aufstellung sind erste und zweite Violinen nebeneinander angeordnet, bei der in Vergessenheit geratenen deutschen Aufstellung befinden sich die Violinen auf entgegengesetzten Seiten der Bühne (siehe Bild). Der klangliche Unterschied besteht vor allem in der Verschmelzung der beiden Geigengruppen im unisono, die je nach Aufstellung unterschiedlich gelingt.
    • Auch das zweite Beispiel ist der Prager Sinfonie entnommen. Sie hören nur die Violinen in der deutschen und der amerikanischen Orchesteraufstellung. Hier ist auf die Klangverschmelzung der beiden Geigengruppen bei Parallelführung in Terzen, Sexten oder Oktaven zu achten.
    • Beispiel 3 (aus der 7. Sinfonie von Beethoven) vergleicht die amerikanische Orchesteraufstellung mit der sogenannten Furtwängler-Aufstellung. Wie der Grafik zu entnehmen ist, sind hier gegenüber der amerikanischen Aufstellung die Bratschen mit den Celli vertauscht, was Auswirkungen auf die Balance und den Klang beider Instrumentengruppen hat.
  • 12-23-2009 5:23 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

     Thank you all for the pictures and the reviews.

  • 12-23-2009 6:30 PM In reply to

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Birgit K:

    Thank you, thank you Annette and Angela!!

    Your reviews are so emotional and I have no idea what to write now, because it is exactly I have experienced this concert.

    I was glad, David seemed to be so happy!

    The orchestra was fantastic, the Brahms Symphonie No.4 was played outstanding...and they have given an encore too!

    They played the Hungarian Dance No 1 (not No 5 David plays)

    Birgit

     

    Thanks to all of you, Birgit and Tabbi for sharing the pics and to Annette for your warm review as well as the pics. And yes, Birgit, Mr Jordan is more than respectable. He comes from Switzerland, the son of the late conductor Armin Jordan. He has appeared on many of the most important podiums in the world. And, one season from now, he will assume the directorship of the Paris Opera. He will have many big-time posts before he's through probably als many as he wants. Yesterday evening, Mr Jordan had a superb outing with the Wiener Symphoniker; indeed, it was a memorable one. The young man's conducting was balanced, judicious, and totally musical. The music ws given both a proper rhythmic character and a proper tonal charakter. Brahms' last movement in the Symphonie No. 4 is a "furiant", and this was duly peppy, but not too fast. The tempo allowed for enjoyment (and for dancing, come to that). Ad I might mention the final note: Mr Jordan did not hold it a millisecond too long. Mr Jordan led one of the most distinguished and satisfying orchestral performances, I suppose. As he conducts, he uses many gestures as necessary, but none is wasted. Somehow, he is economical yet full laissez-faire when he can be, mor imposing when needed. 

    The 'encore' the Hungarian Dance No 1was fun, as a dance should be, but refined. We also heard some very, very good flute playing, pure, bright, and singing.

    Back to David's performance: He shares with Mr Jordan a fine sens of phrasing and rhythm. His Beethoven was disciplined, and you might even say "historical correct." He was on the severe side, and might have shown a speck more heart. But he was never airless or unmusical. The cadenza, for example, was impressive in its speed, in its accuracy, in its sheer, bracing virtuosity. Sometimes, Beethoven's music seemed on litte cat feet, as it must. Occasionally, the orchestra's sound was a little hard, but not offensively so. 

    I will serve up some clichés: Mr Jordan's Brahms was "atmospheric", "panoramic", "evocative". The may be clichés, but they'r apt. The conductur simply expressed what the composer  wished, and what the score cries out for. He was fully Romantic without being the least overblown. He led the orchestra without being a dictator over it. 

    So, the audience heard music-making of a very high order, and they saw a conductor whose career is a boon. Sometimes, ladies and gents, the news is good.

    Angela


    "I think a life in music is a life beautifully spent..."
  • 12-23-2009 7:13 PM In reply to

    • RCS
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    • Posts 728

    Re: München, 22. Dezember 2009 - Philharmonie am Gasteig, München

    Thanks for all the reviews and pictures, everyone. I'm glad everyone had such a great time! Can't wait to to see him next year!

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