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Switzerland February 2009

Last post 02-08-2009 2:51 PM by greenleaf. 8 replies.
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  • 02-04-2009 9:59 PM

    Switzerland February 2009

    Hi,

    a new press-article about David´s first concert in Zurich on the 3rd February.

    http://bazonline.ch/kultur/klassik/David-Beckham-der-Violine-wirbelt-durch-Zuerich/story/19811388

    «David Beckham der Violine» wirbelt durch Zürich

    Von Thomas Meyer. // Aktualisiert vor 23 Minuten

    Vorgestern in der Tonhalle, heute im Kaufleuten: Der Violinstar David Garrett gastiert beim Zürcher Kammerorchester.

    Illustrer Geiger in der Limmatstadt: David Garrett tritt in Zürich gleich mehrmals auf.

    Illustrer Geiger in der Limmatstadt: David Garrett tritt in Zürich gleich mehrmals auf.
    Bild: Beat Marti


     

    «Könnten Sie sich bitte mal in diese Ecke stellen?», fragt der Fotograf. Und schon ist David Garrett wieder in Pose, fotogen mit Hut und blondem Bart, ein lockerer, etwas kecker Blick in die Kamera, ein angedeutetes Lächeln. Er weiss sich in Szene zu setzen. Schliesslich ist er lang genug im Geschäft. Mit vier begann er Geige zu spielen, mit zehn gab er sein erstes Konzert, mit zwölf hatte er einen Plattenvertrag, er studierte in New York an der Juilliard School of Music weiter, mit bald 29 hat der Deutsche längst ein Starimage. Nicht nur ist er mit 65,26 Sekunden über die «Hummelflug»-Strecke der schnellste Geiger; dank seiner Crossover-Programme ist er über die Grenzen der Klassik hinaus beliebt.

    Die Umstellung zwischen den Genres bereitet ihm keine Mühe: «Entweder man spielt gut oder schlecht. Klar muss man ein Gespür dafür haben, wie man ein Stück angeht, aber das ist keine grosse emotionale Veränderung. Es ist ein genauso weiter Sprung von Bach zu Beethoven wie zu AC/DC. Man muss dabei sein, die Musik gut kennen, dann ist das kein Problem.»

    Die eigene Generation ansprechen

    Probleme scheint er tatsächlich kaum zu kennen. Vielmehr wird auch im Interview eine Vorwärtsstrategie spürbar. «Ich suche den Bezug zu dem, was rundherum passiert. Viele meiner Bekannten haben überhaupt nichts mit Klassik zu tun. Und da hilft die Geige unglaublich; zum einen ist sie sehr melodisch, zum anderen fasziniert sie auch visuell. So lässt sich ein junges Publikum zur Klassik führen. Wenn man ausserdem eine Brücke zur modernen Musik schlägt, kriegen die Leute Interesse daran. Ob sie es weiterverfolgen, ist eine andere Sache, aber die Neugier zu wecken, ist doch schon ein wunderbarer Anfang.»

    David Garrett sieht es als seine Pflicht an, bei seiner Generation für die Musik zu werben. «Ohne Vermarktung geht es gar nicht mehr. Das war früher nicht anders. Man tut immer so, als sei klassische Musik ein Selbstläufer gewesen. Nein, war sie nie. Auch ein Menuhin, ein Heifetz haben auf ihre Weise ihre Generation angesprochen. Ich greife deshalb die Leute an, die meinen, ein klassisches Konzert allein dadurch füllen zu können, dass diese Musik grossartig ist. Wenn man sich nicht dafür stark macht, kann man nicht erwarten, dass die Säle voll sind mit jungen Leuten.»

    Er betrachtet sich durchaus als klassischen Musiker. Siebzig Prozent seiner Konzerte seien diesem Repertoire gewidmet, das von Bach bis Schostakowitsch reicht, der Rest den Crossover-Programmen mit seiner Band, mit der er kürzlich im Kongresshaus war. Die Popstücke arrangiert er selber, schliesslich hat er auch Komposition studiert. Heute Abend im Kaufleuten spielt er neben Vivaldis «Vier Jahreszeiten» wiederum ein Programm nach Ansage. Er mag diese Vielfalt.

    Ganze 250 Konzerte warens übrigens allein im letzten Jahr. Das sei vielleicht doch das Limit, meint er selber. Da bleibe kaum mehr Zeit, um etwas Neues zu erarbeiten. Und von daher fragt man sich, ob sich im Konzert nicht Abnützungserscheinungen zeigen. Aber im Gegensatz zu einem Grenzgänger wie Nigel Kennedy ist Garrett kein Exzentriker. Er geht sorgsam mit den Kräften um. Das wurde schon deutlich, als er am Dienstag aufs Tonhallepodium trat, um mit dem Zürcher Kammerorchester Mozarts 3. Violinkonzert aufzuführen: Er wirkte ruhig und unspektakulär, fast gelassen. Auch sein Spiel war nie aufgeblasen, sondern eher schlicht, ohne Sülze und Schwelgerei. Dafür trat er in einen Dialog mit dem Orchester, reagierte und gab sich keineswegs als abgehobener Star.

    Viel Applaus und weibliche Jauchzer

    Für die Zugabe, Paganinis «Carneval di Venezia», instruierte er das Ensemble rasch ohne Noten in der Begleitung und servierte dann virtuos Variationen über «Mein Hut, der hat drei Ecken». Er hat ein Gespür für den feinen Effekt und erhielt dafür grossen Applaus und denn auch noch ein paar weibliche Jauchzer – schliesslich gilt er als «David Beckham der Violine». Den Titel habe er sich – der Behauptung einer Website zum Trotz – nicht selber zugelegt, sagt Garrett; aber der Vergleich, der in Asien aufkam, wo Beckham ein Riesenstar ist, stört ihn nicht: «Ich finde das nett. Er hat ja auch viel für den Fussball getan. Insofern habe ich den Vergleich nie nur aufs Aussehen bezogen, sondern darauf, dass er viele Leute, nicht nur weibliche, für den Sport interessiert hat. Und so sehe ich das bei mir auch.»

    Wenn Garrett nun also ein neues Publikum in die Tonhalle gelockt hat, so war es am ZKO, diese Begeisterung weiterzutragen. Und das hat es unter Muhai Tang aufs Schönste getan, durch ein intensives, schwungvolles Spiel — und durch ein Programm, das mit einer Mozart-Kassation, eine Henze-Fantasia und eine Haydn-Sinfonie exzellent zusammengestellt war.

    Zürich, Kaufleuten, Donnerstag um 20 Uhr (ausverkauft).

  • 02-05-2009 10:19 PM In reply to

    Re: Switzerland February 2009

    Hi,

    Bericht aus Zürich vom Konzert am 05.02.2009.

    David spielte im Kaufleutensaal, ein kleiner Konzertsaal mit ungefähr 500 Plätzen....

    Er spielte die Vivaldi 4 Jahreszeiten mit dem Zürcher Kammerorchester. Die Bühne war sehr schmal und es war schwer, alle Musiker zu plazieren. Es gab keinen Dirigenten (wie beim Kölner Konzert), David dirigierte die 15 Musiker selber. Meiner Meinung nach spielte er diesmal ganz anders als in Köln. Dort spielte er sehr klassisch....diesmal war es ein bisschen anders, mehr spielerischer....mir hat Köln besser gefallen.....das Orchester war auch anders als das Orchester in Köln. David liess den Winter nach dem ersten Takt nochmal anfangen, da hatte der Einsatz nicht ganz geklappt.

    Nach dem Pause spielte David mit seiner Band. Tom Mason war nicht dabei, aber ein anderer Bassist, den David als Chris vorstellte. Die Stimmung im Saal war sehr gut, es war ein sehr junges Publikum. Dadurch das die Halle so klein war, war es eine ziemliche intime Atmosphäre und man merkte sofort wie die Zuschauer mitgingen...

    Wir liessen David erst nach 3 Zugaben von der Bühne

    Viele Grüsse

    Birgit

  • 02-05-2009 10:31 PM In reply to

    Re: Switzerland February 2009

    David tried an interesting experiment here in Zurich.

    The first part of the evening was by intention core classical and he had chosen "The Four Seasons" again. It was rather different from the interpretation in Cologne last week. He was more flamboyand and relaxed and it was not such a pure version of the Vivaldi.  He had lively passages and great interaction with the other musicians but he and the cellist were more together personally than musically and it was more a flirtation than a musical harmony.  His playing was energetic and vivacious but not as traditional as with the previous orchestra - and he even re-started "Winter" after a shaky beginning.

    The audience applauded not only between seasons, but also between movements. I am afraid I always feel uneasy with this but it was a relaxed evening and it really didnt matter.

    The second half was with the band (but minus the excitement of Franck and the full orchestra). Well known pieces (he readily acknowledged that the front row knew the pieces which of course we did) and he gave a lively evening of crossover.

    But it was still wonderful.

    I have some photos but we are having trouble with internet access and I cant upload them tonight.

    A treat, though, I think-

    Tabbi

    XX

  • 02-05-2009 10:46 PM In reply to

    • Sappho72
    • Top 25 Contributor
    • Joined on 12-28-2008
    • Stralsund,Germany
    • Posts 165

    Re: Switzerland February 2009

     Birgit and Tabbi, you are great, posting your reviews so promptly. Thank you very much!Right Hug

     

    Jule

  • 02-06-2009 6:01 AM In reply to

    Re: Switzerland February 2009

    Photos

    Just a few of the photos from the concert

    More later

    Tabbi

    XX

     

  • 02-06-2009 8:52 AM In reply to

    Re: Switzerland February 2009

    @ Birgit and Tabbi

    Your are great reporters!

    I Love your reviews

    and your pics are fantastic as usually! 

    Thanks you very much!

    Music MusicMusic Eva Music MusicMusic

  • 02-07-2009 4:18 PM In reply to

    Re: Switzerland February 2009

  • 02-08-2009 12:54 PM In reply to

    Re: Switzerland February 2009

    So wie Birgit es beschrieben hat habe ich es auch empfunden. Das Vivaldi war mit Köln nicht zu vergleichen. Es hat mir dennoch gut gefallen. Da der Saal so klein war konnte man alles sehr gut beobachten. Ich saß in der 2. Reihe. Leider war der Saal ebenerdig und ein sehr großer Mann saß vor mir und ich musste machmal dazwischen hindurchsehen. Music Broken Heart Music

    Die Schweizer sind sehr freundliche liebenswerte Menschen und David wurde vom Publikum bejubelt. Im 2. Teil haben aus den hinteren Reihen auch ein paar Leute Volare mitgesungen. Das war ja vorauszusehen, denn die Schweiz ist ein vielsprachiges Land. Am Ende hat David sich auch mit den Worten bedankt, das es ein tolles Publikum war. Music Broken Heart Music

    Leider habe ich durch die Klimaanlage im Flugzeug auf dem Rückflug eine Ick! starke Bronchitis Ick! bekommen und habe seit Freitagabend starken Husten, aber für David und dieses besondere Erlebnis würde ich es immer wieder auf mich nehmen.

    „Kindness is like sugar, it makes life taste a little sweeter…“
  • 02-08-2009 2:51 PM In reply to

    Re: Switzerland February 2009

    Hallo Anja,

     

    wünsche Dir gute Besserung! Sitze auch hustend vor dem PC (ganz ohne blöde Klimaanlage) [+o(.

    Freut mich, dass ihr ne tolle Zeit hattet. Also kurier dich aus.

    Liebe Grüße
    Sandra

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